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Zwischen Luchs und Fuchs

Väter und Kinder verbrachten ein Wochenende im Kaufunger Wald

Zu einem Erlebniswochenende im Wald lud die Vätergruppe Kassel Väter und Kinder ins Waldpädagogikzentrum Göttingen, Haus Steinberg, ein.

12 Väter und 18 Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren folgten dieser Einladung und  verbrachten ein ereignisreiches Wochenende mitten im Wald. Höhepunkt des Erlebniswochenendes war zweifellos die Waldrallye. Hier ging es für Väter und Kinder nicht nur darum, Fragen rund um das Ökosystems Wald zu lösen, sondern auch gemeinsam in Gruppen Dinge im Wald zu suchen, um die Wette am Teich Wasser zu schöpfen, Holz zu sägen oder Tannenzapfen zielgerecht in einen Eimer zu befördern. Ebenso hoch im Kurs standen das abendliche Fußballspiel „Väter gegen Kinder“ sowie die gemütlichen Runden mit Stockbrot rund ums Lagerfeuer. Und damit keiner in Stress gerät, achteten die Organisatoren Klaus Völker und Achim Mathusek darauf, dass ausreichend Zeit für die Väter zur Verfügung stand, gemeinsam mit ihren Kindern etwas zu unternehmen, aber auch, dass die Kinder untereinander Zeit hatten zu spielen und das Gelände zu erkunden.

Mit diesem Aktivangebot wollte die Vätergruppe Kassel dazu beitragen, eine lebendige Vater-Kind-Beziehung zu fördern. Da dieses Angebot bei allen Beteiligten sehr gut ankam, ist die nächste Aktion für den 17.9. ebenfalls am Steinberg geplant. An diesem Samstagnachmittag gibt es eine Vater-Kind-Erlebniswanderung rund um den Steinberg, und zwar mit dem Leiter des Waldpädagogikzentrums, Bernd Ohnesorge. Als Abschluss ist ein Grillabend für die kleinen und großen Teilnehmer vorgesehen. Und vielleicht gibt`s dann auch wieder ein Fußballspiel „Väter gegen Kinder“.
 Väter und Kinder unter sich: Viel Spaß hatten die kleinen und großen  Teilnehmer z.B. beim „Tannenzapfenzielwerfen“.

 
Vätergruppe Kassel begrüßt die neue Bundesverfassungsgerichtsentscheidung zum Sorgerecht für unverheiratete Väter

Als erfreulich und folgerichtig bezeichnet die Vätergruppe Kassel die neueste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 03.08.2010. In dieser Entscheidung wurde festgestellt, dass die bisherige gesetzliche Regelung verfassungswidrig ist, wonach unverheirateten Vätern das gemeinsame Sorgerecht nicht übertragen werden kann, wenn dem die Mutter widerspricht. Damit folgt das Bundesverfassungsgericht der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, der vor kurzem entschieden hatte, dass die Verweigerung des Sorgerechts für unverheiratete Väter gegen die Menschenrechte verstößt. Besonders erfreulich ist es aus Sicht der Vätergruppe, dass das höchste Deutsche Gericht auch in dieser Entscheidung das Wohl des Kindes in den Vordergrund stellt. Es bleibt nun zu hoffen, dass es vielen unverheirateten Vätern gelingt, durch Teilhabe am Sorgerecht, ihrer Verantwortung als Vater nachzukommen.
Die Vätergruppe Kassel erwartet nunmehr von den Jugendämtern, dass sie unverheiratete Väter bei ihrem Bestreben nach Erlangung des gemeinsamen Sorgerechts tatkräftig unterstützen. Zugleich wird an den Gesetzgeber appelliert, die notwendige Gesetzesänderung zügig vorzunehmen.

 
Weihnachten gehört der Vater dazu

„Ein Weihnachtsfest ohne Vater ist für Kinder wie ein Weihnachtsbaum ohne Lichter“, darauf weist die Vätergruppe Kassel anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes hin. Für Kinder aus Familien in Trennungs- oder Scheidungssituationen ist es nach den Kenntnissen des Vereins nicht selbstverständlich, dass sie während des Weihnachtsfestes Kontakt zu ihrem Vater haben dürfen. Aber gerade während der Feiertage ist für Kinder der persönliche Umgang auch mit dem Vater sehr wichtig. Nach den Erfahrungen der von der Vätergruppe getragenen „Initiative Begleiteter Umgang“ häufen sich vor allem in der Weihnachtszeit die Konflikte in getrennt lebenden Familien. Unter den daraus entstehenden Spannungen leiden Kinder in hohem Maße. Deshalb appelliert die Vätergruppe an die betroffenen Elternpaare, zum Wohle der Kinder, ihnen zu Weihnachten ein Feiern mit dem Vater zu ermöglichen. Strahlende Kinderaugen und eine unverletzte Kinderseele können auch getrennt lebenden Eltern zu einem friedlichen und besinnlichen Weihnachtsfest verhelfen.